Deutsche Bank Krimi

Im Januar 2012 bekam ich über die OSPA ein Angebot der KfW, einen auslaufenden 300TE Kredit zu 3.58% (3.63% effektiv) zu refinanzieren. Hier ist das Angebotsschreiben zu sehen und zu lesen. Darin konnte die Deutsche Bank auch erkennen, dass das Angebot bis zum 3.2. angenommen werden musste.

Ich informierte die Deutsche Bank darüber und fragte nach deren Konditionen. Man sagte mir, das könne man besser, nämlich für 3.16% effektiv. Ich fragte noch einmal nach wegen des Termins und man versicherte mir: Ja läuft, nur etwas Geduld.

Direkt nach dem Wochenende mit der Deadline, am 7.2. wurde ich zu einem komplexen Bausparkreditmodell genötigt, für das auf Nachfrage mehrfach bestätigt wurde, dass es den gleichen effektiven Zinssatz wie ein entsprechender Ratenkredit habe, nämlich 3.16%. Dieser Zinssatz stand auch in den Papieren.

Ende 2012 stellte sich heraus, dass der effektive Zinssatz tatsächlich einem Ratenkredit von 5% entsprach. Dies macht über 20 Jahre 72000 Euro Unterschied aus. Es geht also nicht um Kleingeld. Nun gibt es einen grossen Gerichtsstreit darum.


Wer sich mehr dafür interessiert, kann in der vorletzten Focus 17/2015 den Leitartikel "Schweinegeld!" über die Deutsche Bank nachlesen. Danach ist Kriminelle Energie bei der Deutschen Bank Corporate Culture, also Firmenkultur. Die Hauptbeschuldigten der noch laufenden prominenten MilliardenVerfahren sind immer noch Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank. Es hat sich also offenbar nichts geändert. Seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2012 hat die Deutsche Bank laut TAZ 8,7 Milliarden Euro für Strafen und Rechtskosten aufbringen müssen.

Derzeit geht es laut Focus um:

  • Manipulation von Euro und Yen Zinspapieren
    - 725 Millionen Euro Strafe gezahlt
  • Verursachung des Konkurses Medienkonzern Kirch
    - 925 Millionen Euro Schadenersatz gezahlt

  • Marktmanipulation in koreanischen Aktien
    - 250 Millionen Euro Schadenersatz droht
  • Steuerhinterziehung
    - 190 Millionen Dollar Strafe droht
  • Richtzinsmanipulation
    - 1.5 Milliarden Dollar Strafe droht
  • Unterlaufen des Iran Embargos
    - 1.5 Milliarden Dollar Strafe droht

  • Prozessbetrug, falsche Aussagen Fall Kirch
    - 5 Jahre Haft drohen den beschuldigten Managern
    und aktuellem Vorstandsvorsitzenden
  • Strafvereitelung, Unterdrückung von Beweisen
    - 5 Jahre Haft drohen den beschuldigten Managern
  • Geldwäsche
    - 10 Jahre Haft drohen den beschuldigten Managern
  • Steuerbetrug
    - 10 Jahre Haft drohen den beschuldigten Managern
    und aktuellem Vorstandsvorsitzenden

  • Manipulation von Gold - und Devisenpreisen
    - Verfahren läuft
  • Schwere bandenmässige Steuerhinterziehung (Umweltzertifikate)
    - Verfahren läuft

Für gerichtliche Streitigkeiten haben die jetzt 3.8 Milliarden Euro zurückgestellt. Davon kann man einen Haufen Rechtsanwälte bezahlen.

Und die braucht man auch, denn laut Süddeutscher Zeitung vom 5.8.15 sind ca. 7000 Rechtsstreite gegen die deutsche Bank anhängig. Wir sind nicht die einzigen Opfer.


Um etwaigen juristischen Ambitionen vorzubeugen, betone ich, dass es sich hierbei um meine persönliche Meinungsäusserung im Rahmen meiner verfassungsmässig garantierten Meinungsfreiheit handelt.

Und nochmals: Vielen Dank. Stephan Gloge 0172-446-8783